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Über 80 Prozent eines Fahrzeugs werden von den Unternehmen der Automobilzulieferindustrie entwickelt und hergestellt. Hier kannst Du mehr Brose, Leoni, Rehau, |
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REHAU AG + Co.
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Marienstraße 7
90402 Nürnberg
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Die 20 Top-Studenten, die den Sprung in die fünf Teams bei der 1. Automotive Supplier Trophy geschafft hatten, waren begeistert. 3 Tage ging es quer durch das fränkische Outback, insgesamt mussten mehr als 60 Aufgaben auf der Strecke bewältigt und rund 850 Kilometer zurückgelegt werden.
Am Ende hatte das Team Leoni, das im "hoffnungslos untermotorisierten Q5" angetreten war, gegen die Konkurrenz von Brose, Schaeffler, Rehau und ZF (allesamt im Q7) knapp die Nase vorn.
Für alle Teams war der Spaß der 1. Automotive Supplier Trophy mit einem harten Stück Arbeit verbunden. Jeweils zwischen 7:00 und 8:00 Uhr morgens brachten die 20 Ralleyteilnehmer erst einmal die Augen der Tankstellenpächter zum Glänzen, meist kehrte man nicht vor 23:00 Uhr ins Hotel zurück. Dazwischen standen anspruchsvolle, abwechslungsreiche Aufgaben, die während der Fahrt, an den Streckenposten und in den Unternehmen der Automotive Supplier Industry gelöst werden mussten.
Als sich am Donnerstagabend alle Teams um 17:00 zum letzten Volltanken an der Tankstelle in "Geo" versammelten hatten, war in den Gesichtern der ehrgeizigen Teilnehmer dann auch die Anstrengungen der Vortrage zu erkennen. Denn auch wenn es in erster Linie um Fahrspaß und Teamgeist ging, war für alle Teams der Wettbewerbsgedanke allzeit präsent.
1. Team Leoni 225 Punkte (834 km)
2. Team Brose 204 Punkte (858 km)
3. Team ZF 203 Punkte (836 km)
4. Team Schaeffler 202 Punkte (836 km)
5. Team Rehau 198 Punkte (844 km)
Die Kombination aus spannenden Aufgabenstellungen, einer Rallye-Tour durch Nordbayern in einem Audi Q7 und dem direktem Kontakt mit Unternehmen aus der Automobil-Zulieferindustrie ist – speziell für angehende Ingenieure- hervorragend. Für mich persönlich war es auch im Hinblick auf ein Praktikum bzw. die Bachelorarbeit eine Gelegenheit, wertvolle Kontakte zu Vertretern aus der Personalabteilung der entsprechenden Unternehmen zu knüpfen. Zudem lernt man die beteiligten Firmen und deren Produktpalette besser kennen, was diese für die Zeit nach dem Studium interessant macht.
Pascal Schlund, Team Brose
Auch wenn es bei der 1. Automotive Supplier Trophy nicht um Zeit ging (die Teilnehmer mussten manchmal nur entscheiden, ob sie noch eine Aufgabe lösen oder lieber pünktlich beim nächsten Streckenposten ankommen wollen), war der binäre Fahrstil eindeutig vorherrschend. Gewertet wurde nach gelösten Aufgaben, nach den wenigsten gefahren Kilometern und vor allem konnten bei den Sonderaufgaben in den Unternehmen reichlich Punkte gesammelt werden.
Jeder der fünf beteiligten Zulieferer hatte ein besonderes Programm für die Trophy-Teams auf Lager: Bei Rehau ging es um Wissen über das Unternehmen und den Ort, bei Brose mussten die Teams gleich eine Kopfstütze konstruieren und ihre Ergebnisse vor einem Gremium überzeugend präsentieren.
Bei ZF hingegen ging es eher um Finger-, als um Kopfarbeit. Der Schweinfurter Getriebespezialist gewährte den 20 Rennfahrern einen Einblick in die Racing-Abteilung des Unternehmens. Unterstützt vom Formula-Student Team Mainfranken konnten die Teams ihr Können auf der Carera-Bahn und beim Computerrennen unter Beweis stellen. Und auch wenn sich alle Teams im "richtigen" Leben über die ganze Strecke schadlos hielten, flogen im virtuellen Autorennen die Autos gleich serienmäßig aus der Bahn.
Am Ende siegte das hauseigene Team ZF im Racing-Wettbewerb vor den Teams von Leoni und Rehau, die sich bei der Geschwindigkeitschallenge den zweiten Platz punktgleich teilen mussten.
Mut und Geschicklichkeit waren bei der Trophy ebenso gefordert, wie Kreativität, Schnelligkeit, Wissen und natürlich ein gutes Smartphone. Als wir am zweiten Tag Team Brose schon verloren gegangen glaubten, tauchte das Team mit deutlicher Verspätung beim "Mausefallenparcours" auf und machte mit einem sensationellen (so viel Glück dabei) Lauf von Sebastian Hagl den Rückstand wieder weg.
Auch der führende Automobilzulieferer für Bordnetzsysteme ließ die Teams zum Vergleich bei der praktischen Arbeit antreten. Während sich jeweis 3 Gruppen in einem sehr interaktiven Vortrag über die Geheimnisse der Bordelektronik informierten, mussten jeweils 2 Mannschaften um die Wette Kabelbäume bauen.
Und auch wenn es sich dabei nur um Miniaturen handelte (es werden bis zu 3.000 Meter Kabel in modernen PKW verlegt), war die Aufgabe in den vorgegeben 60 Minuten für die Teams nur schwer zu bewältigen. Letztlich machte das Team Leoni seinem Namensgeber Ehre und siegte knapp vor Team Brose.
Zum Abschluss hatte Leoni die Teilnehmer noch zu einem "urfränkischen" Abendessen mit anschließender Nachtwächterführung nach Würzburg eingeladen. Gut ausgestattet mit Schirmen hat einigen das schlechte Wetter, mit dem sich die unterfränkische Mainstadt präsentierte, nicht viel ausgemacht, auch dieser Tag ging erst kurz vor Mitternacht zu Ende.
Wo findet ihr Frankenstein? Was mit einer eigentlich leichten Frage den letzten Tag einleiten sollte, entpuppte sich zumindest für eines der Teams als harte Probe.
Gesucht war der "3-Franken-Stein", an dem die drei fränkischen Regierungsbezirke Unterfranken, Mittelfranken und Oberfranken aneinander grenzen. Zugeben, der Ort liegt etwas ablegen im Nirgendwo und Team Rehau fand zwar nicht den Stein, dafür aber den Schlossherrn von Frankenstein, der gleich um die Ecke residierte. Dennoch sind die Straßen recht gut ausgebaut und es ist nicht so richtig klar, wie es zu der verfahrenen Situation auf dem Bild kommen konnte.
Vielen Dank an das Team vom Straßenbau, das die Weiterfahrt sicherte.
Zur Belohnung hatte sich Schaeffler für alle Teams einen besonderen Leckerbissen einfallen (die Kantine war übrigens auch super) lassen und führte die 20 Autobegeisterten zu einem Rundgang durch die Entwicklungsabteilung (davon gibt es keine Bilder). Für die Trophy Teilnehmer bedeutete dies, eine Stunde Einblick in die Bereiche, wo Innovationen für Automobile entwickelt werden, denn die Fertigungstiefe der Zulieferer liegt inzwischen bei rund 80 Prozent. Völlig ungewohnt kam die Veranstaltung bei Schaeffler in Herzogenaurach zum Schluss: Bei der Stadtralley durch die alte Kleinstadt mussten die Füße benutzt werden, für viele ein ganz seltener Vorgang innerhalb der drei Ralleytage.
Anschließend ging es zur letzten Aufgabe nach Schloss Atzelsberg bei Erlangen. Hier sollten die angehenden Ingenieure und die angehende Ingenieurin zeigen, ob Sie ein Auto nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis bauen können - und das in weniger als 61 Minuten.
Natürlich war auch die letzte Aufgabe kein Problem. "Baut ein Fahrzeug, auf dem ein Fahrer - der angeschnallt ist - über eine Brücke fährt, lautete die Vorgabe. Die fünf Teams mussten jeweils ein unterschiedliches Bauteil zuliefern. Eine Abstimmungsrunde von 5 Minuten musste ausreichen, um alle Koordinationsfragen zu klären.
Nach 58 Minuten rollte das Trophy-Car über die kleine Brücke, gefahren von Tim Kaftan aus dem Team Schaeffler, den Motor gab eine teamübergreifende Mannschaft und sorgte für den entsprechenden Vortrieb.
Die Unternehmen der Automotive Supplier Industry gratulieren allen Teilnehmern zu einer herausragenden Leistung. Es war eine schwere Ralley, mit hohen Anforderungen in allen Aufgabenbereichen. Zeit für lange Recherchen oder ausführliche Überlegungen blieb selten. Mit viel Wissen, Kreativiät, Entscheidungsfreude und Zielorientierung haben die fünf Teams die 1. Automotive Supplier Trophy hervorragend bewältigt. Vielen Dank für den tollen Einsatz.